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WERNERS BLOG
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Donnerstag, 9. April 2026 |
Vielleicht, vielleicht gelingt es mir, regelmäßig Gereimtes hier vorztustellen.
Hier das Gedicht des Tages. Wie das letzte ist auch dieses meinem gegenwärtigen Lebensabschnitt gewidmet.
Mindesthaltbarkeit
Ich weiß nicht, wann ich letzten End‘s erreiche
das Datum meiner Mindesthaltbarkeit:
Ob mir erlaubt ist, dass ich‘s überschreit‘?
Man hat ja nie für so etwas Vergleiche.
Es heißt, ein solch prekäres Datum sei
nicht ganz so ernst zu nehmen, nicht verdorben
sei alles, was darüber liegt. Gestorben
erst wenn einer ist, ist es vorbei.
Ob ich es merke, wenn ich nicht mehr nütze
zum ernsthaften Gespräch, nur dumme Witze
äußere und keine Ahnung habe,
was ich gerade hab gesagt, getan?
Mich vielleicht verspinne in den Wahn?
Wenn nicht, wird’s Zeit, dass flugs man mich begrabe.
9.4.26
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Sonntag, 29. März 2026 |
Schnell noch, bevor der März vergangen ist (ohne dass ich ihn mit einem Eintrag würdige), ein paar Zeilen von mir. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Zum Beispiel zwei Tage mit Ingeborg voller Kultur in der Nähe von Basel: eine Aufführung von Wagners Parsifal im Goetheanum und ein Besuch der Cezanne-Ausstellung in der Fondation Beyeler. Großartig, alles miteinander.
Und dann - aber eigentlich wollte ich damit noch gar nicht so bald herausrücken - taste ich mich vorsichtig an das Verfertigen von Gedichten heran. Und jetzt zeige ich doch etwas von meinen Machwerken her.
Die letzten Jahre
Am Strand die Wellen immerfort sich brechen
und Jahr für Jahr bespülen sie das Land.
So spielen sie auf ewig mit dem Sand,
der ohne Ruhe irrt in tausend Bächen.
Ich irr‘ wie er, wir beide irren leicht
und merken dabei, Stund' um Stund' verrinnt.
Und hin und wieder ist’s, als ob ein Wind
fürsorglich über meinen Kahlkopf streicht,
als wollt‘ er mich erinnern: Freund, ʻs wird Zeit,
glaubst du, du lebst auf ewig, du allein?
Nutze die Frist, doch halte dich bereit!
Was schreibe ich da nur? Was fällt mir ein?
Noch lange ist’s nicht, hoffe ich, soweit.
Doch ein Memento mori darf schon sein.
Doch lässt sich aus dem Sand nicht noch was lesen?
Nicht kontinuierlich werd‘ ich alt: in Schüben
geht‘s doch zum unvermeidlichen Finale,
zurück und wieder vor, oft viele Male.
Vor-, seit- und rückwärts führt mein Weg nach Drüben.
So ist nicht falsch das Bild von Strand und Wellen,
auch wenn’s Gleichförmigkeit will unterstellen
mit seinem ew‘gen Hin und Her,
als ob’s ein regelmäßig' Uhrwerk wär,
was mich zum letzten Ende hin antreibt.
Nein, wie eine Springprozession
bewegt sich, was an Lebenslauf noch bleibt.
Regellos und bunt, ganz ohne Präzision
verläuft der letzten Jahre Wenigkeit.
Unordentlich, wie’s ganze Leben eben.
28.3.26/aktualisiert 3.4.26
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Samstag, 07. Februar 2026 |
Bilder von unterwegs (14)
Gestern im Supermarkt entdeckt:
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Freitag, 30. Januar 2026 |
Die alten Tagebücher (80)
14. und 18. April 1982
Zum Vergraben des Güllefasses für den Toilettenabfluss haben wir ein Stück des angrenzenden Grabens ausbaggern lassen. Der Aushub muss weggeschafft werden.
(...)
C. neulich beim Milchholen. Der alte Hoiß raunzt sie an, "wann das Holz da endlich wegkäme" (es war zu dem Zeitpunkt schon weg), Holz, das rausgeschnitten wurde, um den Graben auszubaggern, und seitdem auf der angrenzenden Wiese lag. Mir war/ist nicht so ganz klar, was der alte Hoiß da zum Mitreden hat, es ist weder seine Wiese, auf der das Zeug liegt, noch ist er sonst irgendwie direkt betroffen. Mit dem Tattenhausener, der den angrenzenden Wiesenstreifen gepachtet hat, habe ich schon geredet und ihm gesagt, diese Woche (die Woche nach Ostern) käme das Holz weg, und für die aufgeworfene Erde hätte der Hoiß eine Verwendung (was dieser mir tags zuvor gesagt hatte).
Kommt da ein Mißtrauen der bäuerlichen Nachbarschaft uns gegenüber zum Ausdruck? Wer nicht täglich von Sonnenauf- bis untergang werkelt wie sie, wer anders ist, ist erstmal verdächtig, ist zu bekämpfen. Oder so. Zwei-, dreimal die Woche holen wir bei seiner Frau Milch, da ist nichts als die schiere Freundlichkeit. Widerspruch?
Ich kann mir schon vorstellen, daß wir hier eine Außenseiterrolle spielen müssen, beäugt, beargwöhnt, auch wenn wir's nicht täglich mitkriegen.
Für uns ist wichtig, daß wir uns davon in unserem Lebensgefühl nicht beeinträchtigen lassen. Manchmal nicht leicht.
18.4.
Zum Obigen: Erklärung: die Bauern sind natürlich scharf auf Jobs, wo's Bargeld gibt. Und den Aushub wegfahren (der wegmuß, er liegt ja auf der Wiese), kann nur einer, der die entsprechenden Maschinen hat. Und der kann dafür Geld kassieren. Und wir sind Leute mit Bargeld, weil wir arbeiten gehen. Vielleicht nicht täglich, aber immerhin. Also mischt sich der Hoiß als Nachbar ein, er hat schließlich einen Frontlader, und wenn es auch das älteste Modell ist, das im ganzen Landkreis rumfährt, Geld läßt sich immer noch damit verdienen.
Ich frage ihn, was er verlangen würde. 70 Mark. Tun es 50 nicht auch? Duast no an Zehner drauf, daß'd aa ned recht hast.
(...)
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Mittwoch, 21. Januar 2026 |
Wenn auch etwas verspätet, zum Jahreswechsel noch einige Bilder aus dem Piemont. Ein Garten sieht dort im Winter ein bisschen anders aus als im Schwarzwald.
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| Weihnachtsnarzissen. Sie haben im Schwarzwald leider keine Chance |
Die letzte Rose |
Der Spatzenschreck genießt die Aussicht |
Der Monviso mit Neuschnee und Weihnachtsnarzissen |
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| Noch einmal Monviso - er reizt ständig zum Fotografieren |
Gartenarbeit im Winter, hier die Äste einer Feige ... |
... die nicht nur köstliche Früchte, sondern auch Brennholz liefert |
Auch der halbtote Birnbaum wird jedes Jahr in Form gebracht |
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Alles Gute im Jahr 2026! |
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